BIM für die Infrastruktur - Praxischeck mit der HPC AG

24. Februar 2021 Bauindustrie / BIM Sarah Feustel

Noch immer hält sich das Vorurteil, dass BIM (Building Information Modeling) in der Infrastruktur entweder gar nicht funktioniert oder zumindest aufgrund eines fehlenden Datenaustauschformates noch nicht wirklich in der Praxis angewendet werden kann. Allerdings sprechen im Wesentlichen folgende Argumente eindeutig FÜR die BIM-Methode im Infrastruktur-Bereich:

Es können also schon viele Vorteile genutzt werden, die im Planungsalltag sehr hilfreich sind. Wenn man ein wenig tiefer in die Materie eintaucht, dann eröffnen sich durch die Grundprinzipien von BIM jedoch noch viele weitere Möglichkeiten. Das kann beispielsweise die Nutzung der Planungsdaten für den Betrieb oder die verbesserte Kommunikation sein.

Mit dem BIM Mandat 2020 wird klar, dass BIM keineswegs mehr Zukunftsmusik und nicht nur ein Smalltalk-Thema ist. BIM ist bereits im Planungsalltag von vielen großen Unternehmen angekommen und durchdringt den Markt mehr und mehr. Es ist also, schon aus Gründen der Wettbewerbsfähigkeit, an der Zeit, sich den zukünftigen BIM-Anforderungen zu stellen.

Mehr Informationen dazu lesen Sie unter www.cadsys.de/bim-infrastruktur

Vorteile von BIM auch in der Infrastruktur richtig nutzen – mit den richtigen Tools, der unternehmensweiten Ausbildung und Informationen Wettbewerbsvorteile schaffen

Aufgrund zahlreicher Kundengespräche können wir sagen, dass es vielmals die fehlende grundlegende Ausbildung ist, die in der Vergangenheit dem Thema BIM in der Infrastruktur nicht zu dem Potential verholfen hat, welches in ihm steckt. Arbeiten alle Projektpartner zusammen an einem zentralen Datenmodell und verständigen sich auch auf eine gemeinsame Sprache, hat das sehr viele Vorteile. So zum Beispiel eine deutlich bessere Auswertbarkeit des Modells sowie den Überblick und die Einhaltung von Zeitplänen und Kosten und die damit einhergehende mögliche Simulation von Bauabläufen.

Referenz

Zur HPC AG: Flächenrecycling  | Umweltberatung | Infrastrukturplanung  www.hpc.ag/de

HPC AG – Das Ingenieurunternehmen gehört zu den internationalen Top-Unternehmen im Umweltbereich. Mit voller Energie arbeiten sie an Projekten aus den Bereichen Flächenrecycling, Umweltberatung und Infrastrukturplanung.

Annette Göthner

HPC AG
Autodesk Certified Professional Civil 3D | Abteilungsleiterin CAD | BIM Koordinatorin | Konstruktions- und CAD Abteilung

Weniger schätzen - mehr fundierte Daten um Infrastruktur-Projekte so effizient wie möglich zu realisieren!

Durch die fachlich fundierte BIM Grundlagen-Schulung von der Firma CADsys GmbH bin ich, bereits seit der Entscheidung in unserem Unternehmen die BIM-Methode einzuführen, gut beraten und weiß mich in unseren ersten BIM Projekten auf Augenhöhe mit unseren Auftraggebern zu begegnen. Das Zertifikat zur BIM-Koordinatorin Infrastruktur fügen wir allen Ausschreibungen bei und schaffen uns so einen Wettbewerbsvorteil zu unseren Mitbewerbern. Unser erstes BIM Pilotprojekt lief gut an und wir lernen seit Start gemeinsam mit der Fa. CADsys GmbH stetig dazu. Als neueste Innovation wurde zur Zusammenarbeit mit Partnern BIM 360 Design eingeführt.

Interview mit Annette Göthner

Wie und seit wann arbeiten Sie mit der BIM Methode, haben Sie bereits BIM Projekte laufen? Welche Tools setzen Sie ein?

Mit dem Thema BIM beschäftige ich mich seit 2017. Zuerst über Veranstaltungen der buildingSMART Mitteldeutschland. Dort lag der Schwerpunkt auf dem Hochbau. Durch zahlreiche Veranstaltungen bei CADsys wurde auch das Thema BIM im Tiefbau aufgegriffen. CADsys war bei der Entwicklung einer Strategie, wie man BIM im Unternehmen einführt sehr erfahren. Wir haben zurzeit ein BIM-Projekt, was auch ausbaufähig ist und auf andere Projektstandorte übertragen werden kann. Bei HPC wird zu ca. 80% mit Autodesk-Produkten gearbeitet. Ich selbst nutze die AEC Collection (Civil 3D, geotechnisches Modul, Navisworks, Infraworks)

Sie haben vor einiger Zeit unsere 4-tägige BIM-Koordinator-Schulung mit dem Abschluss nach VDI-Richtlinie VDI/bS 2552-8.1 in BIM-Grundlagen absolviert. Können Sie uns etwas zum Nutzen dieses Zertifikats und des umfangreichen Praxisteils für Ihr Unternehmen sagen?

Das Zertifikat ist zunächst einmal wichtig, um sich als qualifizierter Bearbeiter auszuweisen.

Die Schulung ist weiterhin sehr umfangreich, sodass man überhaupt erstmal BIM richtig versteht und ein BIM-Verständnis entwickelt. Das ist ein sehr wichtiger Punkt, wenn man anderen vermitteln will, z.B. dem Auftraggeber, welchen Vorteil es bringt, nach der BIM-Methodik zu arbeiten.

Man muss mit den Begrifflichkeiten umgehen können. Als BIM-Koordinator muss man ein fundiertes Wissen zum Thema Datenhaltung und Zusammenführung von Modelldaten haben. Ein weiterer Punkt ist auch das Thema VDI-Richtlinie. Sie beinhaltet Informationen, die für die Erstellung eines AIA bzw. BAP sehr hilfreich sind. Natürlich spielt auch der Praxisteil eine große Rolle.

Was habe ich für Möglichkeiten bei der Umsetzung meines BIM Projektes? Wie kann ich über Eigenschaften auch Tiefbauelemente intelligent machen? Wie sind diese Eigenschaften abrufbar für den Auftraggeber? Wie funktioniert der Datenaustausch über IFC? Das sind alles Themen, die für die weitere Bearbeitung nach der BIM-Methodik wichtig sind und in der Schulung im Praxisteil vermittelt werden.

Wieso haben Sie sich für eine Schulung und nicht für „Learning by doing“ entschieden?

Man kann sich das Wissen nicht selbst in dieser Komplexität aneignen. Die einzelnen Schulungspakete sind ineinander übergreifend. Man merkt, dass bei CADsys ein großes Fachwissen vorhanden ist, was in der Schulung weitergegeben wird. Durch das Mitwirken der einzelnen Fachreferenten ist garantiert, dass jeder Schulungsteil auf aktuellem Wissen basiert.

Wie schätzen Sie aus Ihrer Erfahrung die Entwicklungen rund um BIM in der Infrastruktur ein?

Die Erfahrungen in meiner Firma sind sehr positiv. Die Digitalisierung ist notwendig, um wettbewerbsfähig zu bleiben. In der Digitalisierung ist das Thema BIM fest integriert. Auch wenn erst Mehrkosten entstehen, wird es perspektivisch ein großer Vorteil sein, nach der BIM-Methodik zu arbeiten. Wenn man Firmen den Nutzen richtig übermittelt, steigt das Interesse am Thema BIM.

Haben Sie bereits Auftraggeber-Informationsanforderungen (AIA) erhalten? Falls ja, wie würden Sie diese bewerten?

Nein, leider habe ich noch keine AIA erhalten. Da fehlt eben auch bei den Auftraggebern das fachliche Wissen was AIA und BAP betrifft. Aber ich hoffe beim nächsten BIM-Projekt.

Unser Team aus Dozenten und Dozentinnen für die BIM-Koordinator-Schulung

Kommende Schulungstermine für den/die BIM-KoordinatorIn im Infrastrukturbereich finden Sie unter www.cadsys.de/infrastruktur-koordinator

Ihre Ansprechpartnerinnen:

Carolin Leipold

Leiterin Anwendungs­betreuung,
Spezialistin für BIM & Infrastruktur

Mail: cleipold@nti.biz
Telefon: 0371 4000 70-715

Ines Lämmel

Verkaufsberaterin Schulungen und Software

Mail: ilaemmel@nti.biz
Telefon: 0371 4000 70-514


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