BIM im Koalitionsvertrag

1. Dezember 2021 Bauindustrie / BIM Sarah Feustel

Im Koalitionsvertrag der kommenden Regierung aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP wurde auch das Thema Building Information Modeling fixiert. Dabei werden bereits einige angestrebte Mehrwerte genannt:

„Planungsprozesse werden mit Gebäudedatenmodellierung (Building Information Modeling) effizienter, kostengünstiger und transparenter gestaltet.“

Konkret ist sogar von Open-BIM die Rede:

„Wir werden die Bau- und Immobilienwirtschaft sowie alle Ebenen der Verwaltung unterstützen die Digitalisierung zu meistern, Open-BIM und einheitliche Schnittstellen/ Standards umzusetzen.“

Weiterhin soll durch SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP die Digitalisierung im Bau mehr in den Fokus rücken. Dabei werden auch Bereiche angesprochen, die nur indirekt mit BIM im Zusammenhang stehen, beispielsweise die Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum und der Bau und Erhalt einer leistungsstarken und nachhaltigen Infrastruktur.

Besonders auf hoheitlicher Ebene soll sich eine Digitalisierung und Modernisierung einstellen:

„Die Digitalisierung von Planungs- und Genehmigungsprozessen werden wir priorisiert umsetzen. Wir werden Behörden mit notwendiger Technik ausstatten, IT-Schnittstellen zwischen Bund und Ländern standardisieren und das digitale Portal für Umweltdaten zu einem öffentlich nutzbaren zentralen Archiv für Kartierungs- und Artendaten ausbauen. Bereits erhobene Daten sind, ggf. durch Plausibilisierungen, möglichst lange nutzbar zu machen.“

Und weiterhin heißt es:

„Die digitalen Möglichkeiten des Planungssicherstellungsgesetzes werden wir nahtlos fortsetzen und insbesondere im Hinblick auf die Bürgerbeteiligung weiterentwickeln.“

Lebenszyklusbetrachtungen mit dem Fokus auf Energie und Ressourcen sollen ebenfalls zum Einsatz kommen bzw. ermöglicht werden. Dabei sollen verstärkt nachhaltige und innovative Materialien und Technologien verwendet werden:

„Wir werden die Grundlagen schaffen, den Einsatz grauer Energie sowie die Lebenszykluskosten verstärkt betrachten zu können. Dazu führen wir u. a. einen digitalen Gebäuderessourcenpass ein. So wollen wir auch im Gebäudebereich zu einer Kreislaufwirtschaft kommen.

Außerdem werden wir eine nationale Holzbau-, Leichtbau- und Rohstoffsicherungsstrategie auflegen. Innovativen Materialien, Technologien und Start-ups wollen wir den Markteintritt und Zulassungen erleichtern.“

Themenbereich wie die HOAI und Leistungsbilder werden ebenfalls im Koalitionsvertrag behandelt. Es soll in diesen Bereichen eine Begleitung der buildingSMART-Fachgruppe Recht erfolgen.

„Wir wollen die Honorarordnung für Architekten 3090 (HOAI) reformieren und die Leistungsbilder anpassen.“

Die CADsys GmbH und buildingSMART Deutschland freuen sich auf dieses ehrgeizige und zukunftsorientierte Programm. Es ist ein wichtiger Schritt, damit Digitalisierung für nachhaltiges, effizientes, wirtschaftliches und nutzungsgerechtes Planen, Bauen und Betreiben für alle Akteure der Wertschöpfungskette Bau gelingt.

Ihr Ansprechpartner:

Wenzel Gierlich

Mail: wgierlich@nti.biz
Telefon: 0371 4000 70-716


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