Brückenplanung: dynamische Zusammenarbeit zwischen Civil 3D, Revit & InfraWorks

3. November 2021 Bauindustrie / BIM Sarah Feustel

Um mit intelligenten Daten zwischen Civil 3D, InfraWorks und Revit arbeiten zu können, müssen diese Produkte wirklich dynamisch miteinander arbeiten. Dies ist seit geraumer Zeit bei der Brückenplanung und Planung von Tunneln möglich.

Zuerst möchte ich kurz die verwendeten Produkte vorstellen. Alle Produkte sind Inhalt der Architecture, Engineering & Construction Collection, somit ist nur diese zur Bearbeitung nötig.

Autodesk Civil 3D: Autodesk Civil 3D dient der Planung von Infrastruktur- und Tiefbauprojekten. Sie können hier von der Erstellung von Geländemodellen, Geländemodellierung, Straßenbau, Kanalplanung bis zur Ausgabe von Plänen arbeiten.

Autodesk InfraWorks: InfraWorks dient hauptsächlich der Vorplanung und Visualisierung von Projekten. Es kann sehr viele verschiedene Datenformate importieren und ermöglicht somit eine Visualisierung von großen Projekten. Eine Ausgabe erfolgt hier meist als Video oder Screenshots. Aber nicht nur das – es ist ebenfalls möglich, parametrische Brücken und Tunnel zu erstellen, die anschließend in Civil 3D oder Revit bearbeitet werden können.

Autodesk Revit: Revit ist sicher bekannt als BIM-Software im Architekturbereich. Zusätzlich zu diesem Bereich können Sie mit Revit aber auch Ingenieurbauwerke und Tragwerke erstellen. Somit kann man auch eine Brücke aus dem InfraWorks übernehmen und hier die Detailskizzen, Bemaßungen, Pläne und Listen erstellen. Die Brückenelemente werden dynamisch übernommen.

Der Workflow für die Brückenplanung sieht folgendermaßen aus:

Workflow Brückenplanung

Zuerst beginnen wir in Civil 3D die Grundlagendaten (DGM, Achse, Gradiente, 3D-Profilkörper) zu erstellen. Diese Datei wird anschließend in das InfraWorks-Modell geladen und die entsprechenden Daten werden in InfraWorks erzeugt.

Anschließend erstellen wir in InfraWorks die Brücke. Bei dieser können sämtliche Bauteile variieren. Für eine weitere detaillierte Planung wird die Brücke als *.imx-Datei exportiert. Hierzu nutzt man die Funktion „Tiefbaustrukturen exportieren“. Die entstehende *.imx-Datei kann jetzt über das AddIn Revit InfraWorks Updater ins Revit geladen werden. Hier werden die verschiedenen Bauteile miteinander verknüpft. Das heißt z.B., ein Widerlager in InfraWorks ist auch in Revit ein Widerlager. Das erleichtert die weitere Arbeit.

Des Weiteren kann das InfraWorks-Projekt in die Civil 3D-Planung importiert werden, sodass die Brücke auch in Civil 3D zur Verfügung steht. Wenn nun in Civil 3D die Gradiente, die Achse oder ein anderes Bauteil bearbeitet wird, muss die angehangene Zeichnung im InfraWorks aktualisiert werden. Die Brücke wird anschließend an die neue Planung angepasst.

Der nächste Schritt ist wieder, die „neue“ Brücke in die vorhandene *.imx-Datei zu speichern. Mit diesem Speichervorgang bekommt der Planer in Revit automatisch eine Benachrichtigung, dass sich die Brücke verändert hat. Bereits erstellte Listen etc. werden sofort aktualisiert. Die Planausgabe kann am Ende mit den aktualisierten Daten in Civil 3D und Revit stattfinden.

Wie dies nun in den verschiedenen Softwarelösungen im Detail aussieht, sehen Sie in folgendem Video.

Ihr Ansprechpartner:

Carolin Leipold

Mail: cleipold@nti.biz
Telefon: 0371 4000 70-715


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