Bundesregierung äußert sich zu BIM

8. Januar 2019 Bauindustrie Sarah Feustel

Auf Anfrage mehrerer Abgeordneter hat sich die Bundesregierung zum Thema Building Information Modeling (BIM) geäußert und dabei 33 Fragen beantwortet. Zusammenfassend heben wir hier folgende Aussagen hervor:

Die Bundesregierung bekennt sich weiterhin zur Einführung der Methode BIM im Bundeshochbau und Bundesinfrastrukturbau.

Aufgrund der Erfahrungen in den Pilotprojekten des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sowie bei der Deutschen Bahn (DB AG) und der Deutschen Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) wird eine Umsetzung des Stufenplans bei allen Projekten, in angepasster Integrationstiefe, weiterhin als realistisch angesehen.

Bundesregierung BIM

Im Ergebnis der Umsetzung der BIM-Methodik bei den Projekten der DB Station & Service AG wurde festgestellt, dass die Anwendung des digitalen Planens zu keiner Erhöhung der Planungskosten führt. Die hohe Transparenz der BIM-Planung und die konsequente Anwendung der Baustandards führen zu einer höheren Qualität der Planungen und geringerem Koordinationsaufwand seitens der Projektleiter.

Es ist Ziel des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI), Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Einführung von BIM nicht nur für den Bundeshochbau, sondern den gesamten Hochbaubereich zu schaffen. Um dabei die gesamte Wertschöpfungskette mitzunehmen, setzt das BMI auf eine schrittweise, praxisorientierte Implementierung digitaler Planungs- und Projektverfahren. Mit dem Branchendialog “Digitaler Hochbau”, den Kompetenzzentren des BMVI, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und BMI schafft die Bundesregierung die erforderlichen Grundlagen für eine erfolgreiche und zügige digitale Transformation im gesamten Planungs- und Baubereich.

Die für die Digitalisierung notwendige kooperative Zusammenarbeit erfordert einen intensiven digitalen Informationsaustausch.

Die Standardisierung und Normung ist ein entscheidender Faktor. Auf Bundesebene soll deshalb eine Normungsstrategie auf nationaler und internationaler Ebene entwickelt werden, bei der alle verantwortlichen Prozessbeteiligten eingebunden werden. Das BMI beteiligt sich gemeinsam mit dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) bereits aktiv an der Normungsarbeit.

Ein weiteres Ziel ist es, die Aktivitäten zu BIM auf wissenschaftlicher und angewandter Ebene enger abzustimmen und die Kommunikation der Beteiligten untereinander zu fördern. Hierfür findet bereits zwischen dem Branchendialog “Digitaler Hochbau” und dem wissenschaftlichen BIM-Dialog ein Austausch statt.

Das geplante nationale BIM-Kompetenzzentrum, welches gemeinsam von BMVI und BMI geführt werden soll, bietet die Möglichkeit, an einer zentralen Stelle die relevanten Informationen, Vorgaben, Anforderungen und Auswertungen von Pilotprojekten abgestimmt und koordiniert zu erarbeiten und den Marktteilnehmern zur Verfügung zu stellen.

Die für den Bundeshochbau entwickelten Vorgaben und Muster sowie die Erfahrungen aus den BIM-Projekten sollen allen Interessierten zur Verfügung gestellt werden.

Durch die Vielzahl an beteiligten Behörden und Institutionen wird deutlich, dass BIM in sehr großer Bandbreite eingeführt wird.

Das komplette Dokument finden Sie unter diesem Link.

Wenzel Gierlich - CADsys

Ihr Ansprechpartner:

Wenzel Gierlich

Mail: wgierlich@cadsys.de
Telefon: 0371 4000 70-716


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