Das fünfte Element - die Doppelwand!

26. September 2019 Bauindustrie Sarah Feustel

Die neueste Version der Autodesk Structural Extension für Revit 2020.1 enthält die Doppelwand! Damit wurde die Reihe von Fertigbauteilen neben der Massivwand und -decke, der Hohldielendecke und der Filigrandecke (Gitterträgerdecke) durch ein fünftes Element ergänzt. Was bringt diese Erneuerung mit sich?

Wände und Decken werden in Revit automatisch segmentiert und bewehrt. Damit unterstützt die Fertigteilerweiterung direkt bei der Detaillierung von Betonfertigteilen. CAM-Daten sowie Fertigungspläne werden auf Kommando erstellt. Mit diesem automatisierten Prozess werden neben den bereits erwähnten Fertigteilelementen nun auch Doppelwände erzeugt.

Bei eben dieser Doppelwand handelt es sich um eine Art vorgefertigte Wand. Diese besteht aus zwei ebenso vorgefertigten Betonschichten, welche ein Spalt voneinander trennt und welche außerdem ein Gitterträger aus Beton zusammenhält. Auf der Baustelle wird der Spalt, der in Revit als Luftschicht dargestellt ist, mit Ortbeton ausgefüllt.

Die Fertigteile lassen sich willkürlich miteinander kombinieren. Unterschiedliche  Konstruktionssysteme wie beispielsweise:

  • Hohldielendecken und Doppelwände
  • Massivdecken und -wände
  • Doppelwände und Gitterträgerdecken

oder eben jede andere Kombination werden – je nach Fertigungsverfügbarkeit, statischer Machbarkeit und regionaler Praxis – umgesetzt.

Die Doppelwände zeigen workflowmäßig ein sehr ähnliches Verhalten wie die bereits vorhandenen Elemente, d.h. Bewehrung, Erzeugung von CAM – Dateien in den Dateiformaten Unitechnik und PXML, regelbasierte automatische Segmentierung und Erzeugung von Werkstattzeichnungen. Da es ebenfalls auf der Methode der Teilelemente basiert, ist die Geometrie der Schichten sehr variabel, was wiederum eine einfache Bearbeitung der Anschlüsse zwischen den Elementen und unterschiedliche Konturen für jede von Ihnen ermöglicht.

Behalten Sie die verfügbaren Werkzeuge für zusätzliche Anpassungen immer im Auge. Dazu zählen zum Beispiel die Zeichnungsmatten, die Möglichkeit, die manuell hinzugefügten Einbauteile oder Bewehrungsstäbe automatisch in die entsprechende Fertigteilbaugruppe einzubetten, Dynamo-Skripte, die noch mehr Automatisierung bei der Bewehrungs- und Installationskomponentenmodellierung ermöglichen und – für die anspruchsvollsten Anforderungen – die spezielle Precast – API.

Die neue Version der Erweiterung ermöglicht es jedem, der an Fertigteilgebäuden aus ebenen Elementen arbeitet, die Vorteile der regelbasierten Automatisierung auf der Revit-Plattform zu nutzen. Sie koordiniert multidisziplinär und reduziert Konstruktions- und Detaillierungsfehler, sodass solche Projekte mit weniger Aufwand und Verschwendung in der Fabrik und vor Ort durchgeführt werden können.

Die Structural Precast Extension für Revit 2020 steht Ihnen im Autodesk Account und in der Desktop App zur Verfügung:

Ihre Ansprechpartnerin:

Sara Schmidt

Mail: sschmidt@cadsys.de
Telefon: 0371 4000 70-713


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