Weihnachtsfrühstück: Branchenübergreifende Zusammenarbeit

8. Dezember 2020 CADsys Allgemein Sarah Feustel

Weihnachten steht vor der Tür, Weihnachtsmann und Wichtel arbeiten auf Hochtouren zusammen.

Aber wo eigentlich? Wie werden die hohen Anforderungen an Qualität und Quanität der Geschenke gestemmt?

Wir sind dieser Frage auf den Grund gegangen und haben versucht, sie in unserem Weihnachtsfrühstück am 03. Dezember 2020 zu beantworten. Für uns war schnell klar: Der Weihnachtsmann hat eine eigene Fabrik, in der eine riesige Geschenkemaschine steht. Eine Maschine allein, in welche man seinen Wunsch einwirft reicht dafür jedoch nicht aus. Er benötigt eine Anlage, welche die Maschine mit Träumen betankt.

Da man am Nordpol nicht bauen kann wie man will, muss die bestehende Fabrik vom Weihnachtsmann mit modernsten Fertigungsmethoden ausgestattet werden. Lediglich geringfügige bauliche Änderungen an der Fabrik wurden vom zuständigen Bauamt genehmigt.

Aufzeichnung unseres Weihnachtsfrühstücks: Branchenübergreifende Zusammenarbeit – Datenaustausch in der Autodesk-Welt

Um unsere Geschenkemaschine unkompliziert und schnell zu erstellen, wurde sie in Fusion 360 geplant:

Mit Autodesk Fusion 360 spielt es keine Rolle, ob wir den Geschenkesack des Weihnachtsmanns mit der Freiformmodellierung erstellen oder ob wir ein Produkt parametrisch und intelligent aufbauen, um nachfolgende Größenänderungen sehr einfach zu ermöglichen. Fusion 360 beherrscht unterschiedliche Modellierungsmethoden und der zentrale Arbeitsbereich im Fusion Team HUB erleichtert die Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Personen – standortunabhängig und geräteübergreifend.

Unser Wichtel Danny Maynicke erstellte in Fusion 360 den Geschenkesack, die Verpackungs- und Labelstation sowie die Geschenkemaschine. Im Inventor folgte die Konvertierung in die jeweiligen Factory Assets.

→ Übergabedatenformat: Fusion 360 Design, Factory Asset und *.rfa

Die Maschine bringt dann die fertigen Geschenke auf die Fließbänder. Für diese Layouterstellung und die Bewertung des Produktflusses nutzt man am besten AutoCAD mit den Factory Design Utilities:

Mit diesem Tool können wir Produktionsanlagen oder Fabriken nicht nur konstruieren, sondern auch visualisieren und simulieren. Der Entwurf lässt sich jederzeit mit Inventor synchronisieren.

→ Übergabedatenformat: *.dwg

Anschließend soll sich der Weihnachtsmann die neue Fertigungsstrecke einmal in 3D anschauen. Das erfolgt in Zusammenarbeit mit Inventor, welches die Daten auch für die nächsten Schritte aufbereitet.

Im Inventor kann das bereits veröffentlichte Fusion 360-Modell aus der Objektbibliothek entnommen und als Revit-Familie ausgegeben werden.

Der Wichtel Nils Wickenhagen erstellte den Produktfluss in den Factory Design Utilities und gab darüber hinaus die gesamte Fertigungsstrecke für die weitere Bearbeitung im Inventor als natives Format und als Revit Familie aus.

→ Übergabedatenformat: *.iam, *.rfa

Nachdem die Anlagen final platziert sind, muss die Maschine mit Träumen versorgt werden. Dazu planen wir eine entsprechende Anlage im AutoCAD Plant 3D.

Im AutoCAD Plant 3D können wir die Geschenkemaschineanlage und auch den Produktfluss importieren, damit so die Anlage bestmöglich geplant und platziert werden kann.

Wichtel Jens Kretzschmar plante die Anlage der Träume im Plant 3D und gab anschließend für die weitere Bearbeitung sein Plantmodell als 3DDWG aus.

→ Übergabedatenformat: *.dwg

Danach schauen wir, ob wir das Bestandsgebäude anpassen müssen. Dazu nehmen wir Autodesk Revit. Im Revit haben wir bereits unser Bestandsgebäude. In dieses laden wir sowohl die Revit-Familie der Geschenkemaschine als auch die Anlage der Träume. Damit die Planung auch hier wieder exakt koordiniert und nachvollziehbar erfolgt, haben wir Planungsphasen verwendet. Projektphasen definieren verschiedene Zeitabschnitte des Projekts. So kann man auf den ersten Blick auch grafisch schon gut zwischen Abbrucharbeiten oder Neubau unterscheiden. Die verwendeten Phasen werden auch in Bauteillisten oder Ansichten übergeben.

Unser Wichtel Ludwig Neumann erstellte neue Wände im Bestandsmodell und wies diese den entsprechenden Phasen zu.

→ Übergabedatenformat: *.rvt

Damit die Geschenke am Ende natürlich auch auf dem Schlitten landen können, braucht es auch noch eine rentiergerechte Startrampe. Diese Planung erfolgt in Civil 3D. Autodesk Civil 3D enthält Funktionen für automatisierte Achs- und Gradientenerstellung und Werkzeuge, um beispielsweise Bruchkanten im DGM zu generieren. Dabei ist es sehr flexibel und dynamisch im Einsatz.

Wichtel Carolin Leipold plante sowohl das vollständige Gelände im Civil 3D, als auch die Startrampe der Rentiere.

→ Übergabedatenformat: *.dwg

Damit die ganze Planung auch ohne Probleme umgesetzt werden kann, müssen wir alle potenziellen Unstimmigkeiten in der Planung beseitigen. Dafür verwenden wir Navisworks Manage. Im Navisworks bekommen wir alle zuvor erstellten Modelle direkt über das native Format importiert. Damit schließen wir einen Datenverlust durch verwendete Schnittstellen aus. Eine abschließende Kollisionsprüfung zeigt auf, dass das Bestandsmodell im Revit noch nachbearbeitet werden muss. Es fehlen einige Abzugskörper, die einen idealen Geschenke-Produktfluss möglich machen. 

Der Wichtel Sara Schmidt koordinierte die Planung im Navisworks Manage und führte dafür eine Kollisionsermittlung durch. Das Ergebnis der Prüfung gibt sie in Form eines Berichts und eines Issues weiter.

→ Übergabedatenformat: *.html, *.bcf

Um die Planung weiter zu prüfen, nutzen wir BIM 360 Docs. BIM 360 Docs ist eine Cloud-Plattform für alle am Planungs – und Ausführungsprozess Beteiligten. Hier können unterschiedliche Versionen der Planung (oder Planungshistorie) miteinander verglichen werden. Dadurch sind auch sehr kleine Änderungen erkennbar. Weiterhin können Aufgaben direkt am Modell kommuniziert werden.

Unser Wichtel Wenzel Gierlich prüfte verschiedene Versionsstände und überwachte die Datenablage in der Cloud.

Schlussendlich muss dem Weihnachtsmann erklärt werden, wie seine Fabrik zukünftig aussehen wird und wie gut die Zusammenarbeit seiner Wichtel funktioniert. Ein gutes Anwendungsbeispiel für Enscape. Durch eine begehbare Visualisierung können sich auch Fachfremde die Planung besser vorstellen. Im Enscape hat man die Möglichkeit die Live Visualiserung noch mit entsprechenden Audiodateien oder Videos lebhafter wirken zu lassen.

Bei Fragen über die Zusammenarbeit der einzelnen Bereiche erreichen Sie die CADsys-Wichtel unter folgenden Kontaktdaten:


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